Startseite

Stadt Mengen startet mit digitalem Straßenmanagement

05. Dez 2022

Künstliche Intelligenz für sichere Straßen


In vielen Tiefbauämtern müssen Daten über den Zustand der kommunalen Infrastruktur mühsam von Hand erhoben werden, bevor konkrete Maßnahmen in die Tat umgesetzt werden. Die Stadt Mengen erfasst den Straßenzustand jetzt automatisch mit der künstlichen Intelligenz von vialytics. Das neue System spart Zeit und vereinfacht Entscheidungen in der Sanierungsplanung.

Seit November 2022 verwendet die Stadt Mengen das intelligente Straßenmanagementsystem des Stuttgarter Unternehmens vialytics. Bisher kontrollierten die Mitarbeitenden der Verwaltung das Streckennetz von insgesamt 100 Kilometern von Hand, um die gesetzlich geforderte Verkehrssicherungspflicht zu erfüllen. Mit dem neuen System kann die Stadt jetzt mit weniger Aufwand für sichere Straßen sorgen. Sachgebietsleiter Tiefbau Volker Badouin erklärt: „Dank der einfachen Zustandserfassung haben wir endlich eine objektive Datengrundlage, um unsere Straßen besser in Schuss zu halten.“

Viel mehr als eine Smartphone-App
Die Mitarbeitenden des Bauhofs nutzen das vialytics System intuitiv per Smartphone. Während der Zustandserfassung wird es hinter der Windschutzscheibe kommunaler Fahrzeuge befestigt und nimmt dabei alle vier Meter ein georeferenziertes Bild der Verkehrswege auf. Straßenschäden und -inventar erkennt vialytics auf den Bildern automatisch. Mit einem Bluetooth-Knopf am Lenkrad kann zudem jederzeit eine Gefahrenstelle mit einem Bild und einer Sprachnotiz aufgenommen werden. Damit ersetzt das System die herkömmliche Streckenkontrolle mit Stift und Papier.

Schulnoten für Straßenschäden
Die Ergebnisse werden im vialytics Web-System am Rechner dargestellt. Der Kartenmodus zeigt alle Gefahrenstellen übersichtlich an, grüne Bereiche stehen für gute Straßen, rote für schlechte Abschnitte. Ausrufezeichen zeigen Schäden, die die Verkehrssicherheit akut beeinträchtigen und sofort behoben werden sollten. Die objektive Benotung durch die künstliche Intelligenz von vialytics hilft dem Tiefbauamt bei der Priorisierung der Maßnahmen. Aus der Karte heraus können diese direkt in eine Planungsliste sortiert werden, über die sich sowohl langfristige Erhaltungsmaßnahmen als auch kurzfristig Reparaturen zur Unterhaltung organisieren lassen. Den größten Mehrwert aus der Arbeit mit dem vialytics System zieht Volker Badouin in den stets aktuellen Bildern seiner Stadt: „Wenn mir ein Schaden gemeldet wird, kann ich ihn mir erstmal am Rechner ansehen, bevor ich rausfahre. Das spart mir im Alltag eine ganze Menge Zeit und erleichtert uns wichtige Entscheidungen, zum Beispiel bei Diskussionen im Gemeinderat.“
__________________________

Über vialytics
Die drei Pioniere Patrick Glaser, Achim Hoth und Danilo Jovicic-Albrecht riefen vialytics 2018 ins Leben. Seitdem verfolgt das Stuttgarter Unternehmen mit 50 Mitarbeitenden einen ambitionierten Wachstumskurs. Anfang 2021 durchbrachen sie die Schallmauer von 100 Partnerkommunen, mittlerweile sind es über 200, die ihre Straßen regelmäßig mit dem vialytics-System befahren und aus den gesammelten Daten Maßnahmen ableiten. „Es gibt aktuell kein System, das den kommunalen Anforderungen gerechter wird als unseres“, fasst Patrick Glaser zusammen. Die hohe Nachfrage aus Deutschland und den europäischen Nachbarländern kann vialytics durch eine neue Zusammenarbeit mit Statkraft Ventures sowie der langfristigen Investition durch EnBW New Ventures bedienen. Achim Hoth bestätigt: „Jeder Bürger möchte in lebenswerten Städten und Gemeinden wohnen. Unser Straßenmanagementsystem hilft allen Kommunen ihre Straßen effizienter zu verwalten und das meiste aus dem kommunalen Haushalt herauszuholen.“

Datenschutzhinweis

Diese Webseite nutzt externe Komponenten, wie z.B. Youtube und den Bewerbungsmanager BITE, welche dazu genutzt werden können, Daten über Ihr Verhalten zu sammeln.

Notwendige essentielle Cookies werden immer geladen.

Datenschutzinformationen