Ennetach, im 1. Jh. n. Chr.: auf dem Ennetacher Berg steht ein römisches Holzkastell, das eine römische Kohorte von 500 Mann beherbergt. Die Soldaten überwachen von dort aus den Limes entlang der oberen Donau in der damaligen Provinz Rätien. In ein paar Jahren werden sie das Kastell verlassen und weiter in Richtung Norden ziehen.
Unterhalb des Berges bildet sich allmählich aus Händlern und Handwerkern ein Vicus, ein römisches Straßendorf. Seine Bewohner profitieren von der günstigen Lage nahe der Donau, die damals ein wichtiger Transport- und Handelsweg ist. Erst mit dem Einfall feindlicher Stämme im 3. Jh. n. Chr. wird das Dorf verlassen.
