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Modellprojekt „Test- und Öffnungsstrategie“

08. Jun 2021

im Landkreis Sigmaringen

Modellprojekt „Test- und Öffnungsstrategie“ vom 7. Juni bis 3. Juli im Kreis Sigmaringen

Wie bereits berichtet, haben das Sozialministerium und die Kommunalen Landesverbände in Baden-Württemberg grünes Licht für insgesamt 19 Modellprojekte aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen gegeben. Unter den ausgewählten Modellprojekten ist auch das Konzept der vier Städte Mengen, Sigmaringen, Bad Saulgau und Pfullendorf www.sig-modell.de. Konkret bedeutet dies, dass in den vier Städten für ausgewählte touristische Angebote die Öffnungsstufe 3 vorgezogen werden kann. Da die Inzidenz seit einigen Tagen deutlich unter 50 gesunken ist, haben sich einige Öffnungsschritte bereits von selbst ergeben. So können nun wieder Stadtführungen und kleinere Veranstaltungen stattfinden, Freibäder und Thermen geöffnet werden. Voraussetzung ist momentan noch ein tagesaktueller Coronatest sowie die Kontaktdatendokumentation und genau hierauf zielt auch das Modellprojekt ab. Durch einen anonymisierten Abgleich der Testnachweise mit den Daten der Kontaktnachverfolgung soll der wissenschaftliche Nachweis erbracht werden, dass durch flächendeckendes Testen Infektionen frühzeitig entdeckt, Infektionsketten durchbrochen und die Inzidenz gesenkt werden kann. Dadurch könnte ggf. bei weiteren Infektionswellen auf weitreichende Schließungen, wie in den vergangenen Monaten, verzichtet werden. Begleitet wird das Projekt von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Fakultät Life Sciences, Professur für Bioanalytik und Laborautomation, Prof. Dr. Thole Züchner.

Die interkommunale Test- und Öffnungsstrategie www.sig-modell.de der Städte Sigmaringen, Bad Saulgau, Pfullendorf und Mengen ist ein innovatives, einheitliches und regionales Konzept, das es ermöglicht, „ mit dem Virus“ zu leben und auch bei weiteren Infektionswellen zur Anwendung kommen kann. Das negative Testergebnis wird quasi zur kreisweiten "Eintrittskarte". Jeder Test muss personifiziert sein, um Missbrauch auszuschließen, die digitale und analoge Ausweisung der Testergebnisse mit zeitlicher Befristung (24 Stunden) erfolgt unter Einhaltung des Datenschutzes über die einfach zu handzuhabende Web-Applikation www.sig-modell.de (QR-Code) oder analog in Papierform. Eine flächendeckende Kontaktnachverfolgung kann mittels der Luca-App oder ebenfalls in Papierform erfolgen.

Die aus den Testungen gewonnen anonymisierten Daten werden einmal wöchentlich an die Hochschule Albstadt-Sigmaringen zur wissenschaftlichen Analyse übermittelt. Die Daten werden zunächst bis zum 3. Juli ermittelt und nach Abschluss des Modellprojektes sollen die Daten der getesteten Personen mit den Daten von an COVID-19 erkrankten Personen aus der Kontaktnachverfolgung korreliert werden, um die Wirksamkeit der Schnelltests zu erforschen. Bei unauffälliger Inzidenzauswirkung kann ggf. eine landesweite Ausweitung der vorgezogenen Öffnungen erfolgen. Damit wird auch den weiteren vergleichbaren Anträgen, die auf kleinere Veranstaltungen ab Ende Juni / Juli zielen, eine Perspektive geboten. Das Landesgesundheitsamt steht jedoch Großveranstaltungen weiterhin kritisch gegenüber.

Öffnen mit Umsicht und Vorsicht: Startschuss für Modellprojekt im Kreis Sigmaringen

Das Sozialministerium und die Kommunalen Landesverbände geben grünes Licht für insgesamt 19 Modellprojekte (von insgesamt 83 Bewerbungen) aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, um weitere Öffnungsschritte in Baden-Württemberg abzusichern. Die Vorhaben umfassen insbesondere die Bereiche Tourismus, Kultur, Kinder- und Jugendarbeit sowie den Sport. Unter den 19 Modellprojekten ist auch das Konzept der vier Städte Mengen, Sigmaringen, Bad Saulgau und Pfullendorf www.sig-modell.de. Konkret bedeutet dies, dass in den vier Städten für ausgewählte touristische Angebote die Öffnungsstufen 2 und 3 (statt voraussichtlich 5. bzw.19. Juni 2021) vorgezogen werden können. Es können zeitnah wieder Stadtführungen und kleinere Veranstaltungen stattfinden oder Schwimmbäder im Innenbereich, Saunen und Wellnessbereiche geöffnet werden. Voraussetzung ist ein tagesaktueller Coronatest sowie die Kontaktdatendokumentation. Wissenschaftlich begleitet wird das Modellprojekt von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Fakultät Life Sciences, Professur für Bioanalytik und Laborautomation, Prof. Dr. Thole Züchner. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung soll u.a. die Wirksamkeit der Schnelltests erforscht und herausgefunden werden, ob ggf. langfristig auf Schnelltestnachweise gänzlich verzichtet werden kann.

Kriterien des Sozialministeriums für die Auswahl waren neben der wissenschaftlichen Begleitung auch die Übertragbarkeit der Projekte auf den jeweiligen Lebens- und Branchenbereich, die Qualität von Test- und Hygienekonzepten sowie die digitale Kontaktpersonennachverfolgung und vor allem eine zeitnahe Durchführung. Grundvoraussetzung für alle Modellprojekte ist auch, dass die 7-Tages-Inzidenz im jeweiligen Stadt- oder Landkreis weiterhin stabil unter 100 liegt und die Bundesnotbremse nicht in Kraft tritt. Nähere Details zur Umsetzung der Projekte müssen in den kommenden Tagen noch zwischen dem Sozialministerium und den betroffenen Projektträgern abgestimmt werden.

Test- und Öffnungsstrategie als kreisweite „Eintrittskarte“
Die interkommunale Test- und Öffnungsstrategie www.sig-modell.de der Städte Sigmaringen, Bad Saulgau, Pfullendorf und Mengen ist ein innovatives, einheitliches und regionales Konzept, das es ermöglicht, „ mit dem Virus“ zu leben und auch bei weiteren Infektionswellen zur Anwendung kommen kann. Das negative Testergebnis wird quasi zur kreisweiten "Eintrittskarte".

Durch die Erhöhung des Testaufkommens werden infizierte Personen früher identifiziert, dadurch können Infektionsketten schneller durchbrochen werden, was wiederum zur Senkung der Inzidenz und des Reproduktionswertes führt. Das Testangebot wird flächendeckend „small & simple“ für alle Bürger*innen und Touristen in den Kommunen des Landkreises an stark frequentierten Orten, wie z. B. Marktplätze, Bahnhöfe, touristische Einrichtungen etc. platziert. Ergänzend gibt es mobile und aufsuchende Testangebote (z. B. Testbus Mengen).

Personalisierung und Einhaltung des Datenschutzes
Jeder Test muss personifiziert sein, um Missbrauch auszuschließen, die digitale und analoge Ausweisung der Testergebnisse mit zeitlicher Befristung (24 Stunden) erfolgt unter Einhaltung des Datenschutzes über die einfach zu handzuhabende Web-Applikation www.sig-modell.de (QR-Code) oder analog in Papierform. Eine flächendeckende Kontaktnachverfolgung kann mittels der Luca-App oder in ebenfalls Papierform erfolgen.

Überschneidung mit Öffnungsschritten infolge Unterschreitung der 50er-Inzidenz
Da die Antragstellung als Modellkommune bereits vor zwei Wochen erfolgt ist, hat sich die Bewilligung mit den seit 31. Mai 2021 geltenden Lockerungen aufgrund der Inzidenz-Unterschreitung von 50 überschnitten, sodass einige Einrichtungen im Kreis Sigmaringen wie z. B. das Schloss Sigmaringen, Campus Galli oder die Keltenwelt Heuneburg etc. auch ohne das Modellprojekt wieder öffnen konnten oder demnächst können. Die Städte Sigmaringen, Bad Saulgau, Pfullendorf und Mengen erarbeiten daher nun zeitnah konkrete Öffnungsschritte für die beispielhaft genannten touristischen Angebote wie Stadtführungen, kleinere Veranstaltungen sowie Hallenbäder, Thermalbäder, Saunen und Wellnessbereiche.

Nach Abschluss des Modellprojektes sollen die anonymisierten Daten der getesteten Personen mit den anonymisierten Daten der an COVID-19 erkrankten Personen aus der Kontaktnachverfolgung korreliert werden, um die Wirksamkeit der Schnelltests zu erforschen und herauszufinden, ob ggf. langfristig auf Schnelltestnachweise gänzlich verzichtet werden kann. Insbesondere sollen dabei folgende Fragen beantwortet werden:
-Um wie viel niedriger ist das Risiko getesteter Personen, weitere Personen anzustecken?
-Gibt es diesbezüglich Unterschiede zwischen verschiedenen Testherstellern?
-Wie sieht das zeitliche Geschehen zwischen Test und möglicher Ansteckung weiterer Personen aus?

Bei unauffälliger Inzidenzauswirkung kann ggf. eine landesweite Ausweitung der Öffnungen erfolgen. Damit wird auch den weiteren vergleichbaren Anträgen, die auf Veranstaltungen ab Ende Juni zielen, eine Perspektive geboten.

„Wir bleiben negativ und denken positiv“ – unter diesem Motto wird die Test- und Öffnungsstrategie der Kommunen im Kreis Sigmaringen als ausgewähltes Modellprojekt in Baden-Württemberg fortgeführt und ausgebaut, um bald wieder in den „normalen“ Alltag zurückzukehren.

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