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Letzte Einsätze

Erster gemeinsamer BF-Tag der Jugendfeuerwehren Mengen und Scheer

30.09.2017

31 Jugendliche erleben einen Tag wie bei den Profis

Es ist nun schon 13 Jahre her, seit die Jugendfeuerwehr Mengen als erste Jugendfeuerwehr im Landkreis Sigmaringen im Jahre 2004 einen Berufsfeuerwehrtag durchführte. Seither wird dies in regelmäßigem Abstand alle zwei bis 3 Jahre mit und für die Jugendlichen veranstaltet. Im Rahmen unseres am vergangenen Wochenende durchgeführten 7. BF-Tags konnten wir gemeinsamen mit der Jugendfeuerwehr Scheer neuerdings einen Meilenstein innerhalb der Kreisjugendfeuerwehr Sigmaringen markieren – der erste gemeinsame Berufsfeuerwehrtag von Jugendfeuerwehren zweier unabhängiger Städte.

Bereits seit mehr als einem Jahr führen die Jugendfeuerwehren Mengen und Scheer sämtliche Probenabende gemeinsam durch. So stand es natürlich auch nie zur Diskussion den BF-Tag 2017 gemeinsam durchzuführen. Da die beiden Jugendfeuerwehren zusammen mittlerweile ca. 40 Mitglieder zählen, von denen sich 31 für das 24-Stunden-Probenwochende angemeldet hatten und zusätzlich ca. 15 Betreuer teilnahmen, war das Organisationsteam rund um die beiden Jugendfeuerwehrwarte Jörg Heinzelmann (Mengen) und Bianca Krugger (Scheer) sehr gefordert.

Ein solcher BF-Tag soll den Ablauf einer 24-Stunden-Schicht auf einer Wache einer Berufsfeuerwehr simulieren. So müssen natürlich nicht nur Einsatzszenarien vorbereitet werden, welche die Jugendlichen abzuarbeiten haben, sondern es müssen auch Vorbereitungen für gemeinsamen Dienstsport, Unterrichtseinheiten, das gemeinsame Kochen und Essen und selbstverständlich auch für das gemeinsame Übernachten im Rettungszentrum Mengen getroffen werden.

Beginn war am Samstagmorgen um 7.30 Uhr. Nachdem die Kinder sichtlich aufgeregt mit Schlafsack und Feldbett eingetroffen waren, wurde zum Schichtbeginn in der Fahrzeughalle angetreten und die Verteilung der Jugendlichen auf die einzelnen Fahrzeuge vorgenommen. Gleichzeitig wurden die JugendfeuerwehrlerInnen auch darauf hingewiesen, wie sie sich im Falle eines möglichen Real-Einsatzes der Abteilung Stadt zu verhalten haben. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl konnten wir die Leitstelle (Funkzentrale), den Einsatzleitwagen, drei (Hilfeleistung)Löschfahrzeuge, die Drehleiter, den Vorausrüstwagen und den Gerätewagen-Gefahrgut mit jeweils unterschiedlichem Personal besetzen. Hierbei auch nochmal Danke an die Feuerwehr Scheer, die es ihrer Jugendfeuerwehr ermöglichte das neue HLF für den gesamten BF-Tag mit nach Mengen zu nehmen.

Nachdem die Jugendlichen sich nochmal mit ihrem jeweiligen Fahrzeug vertraut gemacht hatten, lies der 1. Einsatz nicht lange auf sich warten. Mit ELW und einem HLF galt es Wasser aus einem Keller zu pumpen. Insgesamt galt es über das gesamte Wochenende hin 14 Einsätze zu bewältigen. Wie im realen Leben rückten natürlich nicht immer alle Fahrzeuge zu allen Einsätzen aus. Die Einsätze reichten vom vorgenannten Wasser im Gebäude und einer Ölspur über die Rettung einer verletzten Person aus einem steckengebliebenen Aufzug, ein paar Kleinbränden, eines Fehlalarms einer Brandmeldeanlage und einer nächtlichen Personensuche auf dem Missionsberg bis hin zum Gebäudebrand inklusive Personenrettung und einem Verkehrsunfall zwischen einem Linienbus und einem PKW mit Rettung zweier eingeklemmter Personen.

Highlight war jedoch der Absturz eines Flugzeugs auf dem Flugplatz Mengen. Zu dieser öffentlichen Übung am Samstagnachmittag war auch die Bevölkerung eingeladen – und nicht nur das. Dieses Großschadensereignis forderte auch die Unterstützung unserer Nachbar-BF-Wache Hohentengen. Die Jugendfeuerwehr Hohentengen veranstaltete zufällig am selben Wochenende von Freitag auf Samstag ihren BF-Tag und eilte zur Verstärkung auf den Flugplatz. Dass diese interkommunale Jungendfeuerwehrübung etwas Besonderes ist, zeigt auch der Artikel der Schwäbischen Zeitung (siehe unten folgender Link), die extra über diese Übung berichtete.

Nach einem abschließenden gemeinsamen Mittagessen am Sonntag und nachdem die Fahrzeuge und das Rettungszentrum wieder aufgeräumt waren, wurden die Kinder sichtlich müde aber alle begeistert von ihren Eltern wieder in Empfang genommen.

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