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Neue Strompreise ab 01. Januar 2020 - Wärmepreise bleiben für 2019 stabil

18. Nov 2019

Ab dem 1. Januar 2020 wird Strom für die meisten Kunden in Deutschland teurer, auch in Mengen.

Hier wirken sich vor allem die höheren Beschaffungskosten für Strom in Folge des Anstiegs der Börsen- und CO2-Preise sowie des Umbaus des deutschen Kraftwerksparks bedingt durch den Atom- und Kohleausstieg aus. Einfluss haben auch die staatlich regulierten Abgaben und Umlagen auf die Energiepreise, die sich verändern und deutschlandweit steigen.
Die Stadtwerke Mengen sind nicht einfach nur Energieversorger, sondern übernehmen Verantwortung, gestalten aktiv die Infrastruktur und bringen die Energiewende lokal voran. Als Eigenbetrieb der Stadt Mengen engagieren sie sich in Themen des ökologischen, sozialen, kulturellen und sportlichen Bereichs.
„Das derzeitige Preisniveau für Strom ist für 2020 nicht mehr haltbar. Wir kommen leider nicht umhin, unsere Endverbraucherpreise zu erhöhen“, fasst Martin Heuser, Betriebsleiter der Stadtwerke Mengen, die Situation für die Strompreise in der Region zusammen. So steigen die monatlichen Stromkosten für einen Musterhaushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.000 Kilowattstunden unterm Strich um etwa 2,98 Euro.
Steigende Preise an der Börse sind Kostentreiber
„Wir können uns der Entwicklung der Strompreise an den Börsen nicht entziehen“, erklärt Werner Sieber, der bei den Stadtwerken den Energieeinkauf mit verantwortet. Um den Kunden einen möglichst niedrigen und stabilen Preis zu garantieren, versuchen die Stadtwerke Preisrisiken zu streuen. Aus diesem Grund erfolgt der Stromeinkauf des Eigenbetriebs für eine Jahresperiode langfristig – und zwar in einem Zeitraum von zwei Jahren. In diesem Zweijahreszeitraum werden zu unterschiedlichen Zeiten Teilmengen eingekauft. „Das hilft, Preissteigerungen abzufedern, aber wir können sie nicht verhindern“, fährt der Energiefachmann fort. „Im Ergebnis sind die Beschaffungskosten für Strom seit Anfang 2018 erheblich gestiegen.
Die Beschaffungskosten selbst machen zusammen mit Netzentgelten, Service und Vertrieb jedoch nur rund 42 Prozent am Strompreis für den Endkunden aus. Auf die EEG-Umlage, die 2020 auf 6,756 Cent je Kilowattstunde angehoben wird, entfällt ungefähr ein Fünftel des Strompreises. „Die Steuer-, Abgaben- und Umlagelasten sind zu hoch“, resümiert Martin Heuser. „Eine dringende Überprüfung dieser Bestandteile ist zwingend erforderlich, damit die gesetzten Klimaschutzziele erreicht werden können.“ Die im Klimapaket der Bundesregierung beschlossene sukzessive Senkung der EEG-Umlage, beginnend ab 2021 um 0,25 Cent pro Kilowattstunde zuzüglich Mehrwertsteuer, ist im Gegenzug zur höheren Bepreisung von CO2 aus Sicht der Stadtwerke zu wenig.

Gute Nachricht für alle Wärmeabnehmer im Stadtgebiet Mengen: „Rückwirkend zum 01.01.2019 können wir die Arbeitspreise aufgrund günstigerer Indexverläufe, die den Wärmelieferungsverträgen zugrunde liegen, stabil halten und den jährlichen Grundpreis um 1,7 % senken“, freut sich der Stadtwerke-Chef. Mit einem Anschluss an das Nahwärmenetz in Mengen leisten Kundinnen und Kunden einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur regionalen Wertschöpfung.

Die Kunden werden schriftlich informiert
Über die Anpassungen beim Strompreis werden die Kundinnen und Kunden der Stadtwerke schriftlich informiert. „Unsere Kunden schätzen an uns Ehrlichkeit, Transparenz und Fairness und setzen bewusst auf die lokale Karte: Auf Menschen von hier, die sich für sie einsetzen, stets freundlich sind und immer eine Lösung suchen“, so der Stadtwerke-Chef. „Allen Kunden, die im gesetzlichen Grundversorgungstarif sind, empfehlen wir einen Wechsel zu einem Sonderprodukt unseres Hauses. Feste Verträge mit einer längeren Laufzeit sind immer günstiger“, erläutert Martin Heuser.