27. Jun 2026
Mengen, Krauchenwieser Straße
| Einsatzart | Brand Ökonomiegebäude |
| Einsatzort | Mengen, Krauchenwieser Straße |
| Einsatzbeginn | 15:21 Uhr |
| Alarmierungsart | Vollalarm Feuerwehr Mengen |
| Eingesetzte Kräfte | Feuerwehr Mengen
Abteilung Beuren
Abteilung Blochingen
Abteilung Ennetach
Abteilung Rosna
Abteilung Rulfingen
Andere Wehren Feuerwehr Krauchenwies Feuerwehr Hohentengen Feuerwehr Scheer Feuerwehr Sigmaringen Feuerwehr Bad Saulgau Feuerwehr Herbertingen Feuerwehr Pfullendorf Feuerwehr Sigmaringendorf |
An diesem Mittag geriet eine Lagerhalle von einem Aussiedlerhof in Brand. Bereits bei der Alarmierung wurde mitgeteilt, dass die Halle im Vollbrand steht. Auf der Anfahrt zum Einsatzort konnte von weitem ein schwarzer Rauchpilz über der Halle festgestellt werden, weshalb zahlreiche Feuerwehren zur Unterstützung nachalarmiert wurden. Vor Ort musste man sich bei der Brandbekämpfung zunächst einschränken, da es nur eine begrenzte Wassermenge aus einer Zisterne gab. Durch Funkenflug gab es um das Brandobjekt herum mehrere Flächenbrände, die ebenfalls bekämpft werden mussten.
Zur Spitzenzeit waren 150 Einsatzkräfte vor Ort. Die gemeinsame Führungsgruppe aus Hohentengen-Mengen-Scheer koordinierte die Einsatzmaßnahmen. Durch die Schlauchwagen der Feuerwehren aus Pfullendorf und Herbertingen wurden zwei circa anderthalb Kilometer lange Schlauchleitungen von den Rulfinger Baggerseen zur Brandstelle am Berg oberhalb von Rulfingen Richtung Krauchenwies verlegt. Als das Wasser an der Einsatzstelle ankam, waren die Reserven aus der Zisterne bereits aufgebraucht, weshalb es richtig war, diese Maßnahme zeitnah einzuleiten. Danach war dann die Wasserversorgung ausreichend.
Da sich im Brandobjekt ein großes Strohlager befand, war die Brandbekämpfung umfangreicher und schwieriger. Zunächst wurde begonnen, mit Maschinen das Stroh aus der Halle zu bringen und auf einem Feld zu verteilen. Dort wurde es dann abgelöscht. Im Laufe des Einsatzes musste jedoch dieser Hallenbereich zunächst mit einem Bagger aufgrund Einsturzgefahr abgerissen werden. Nachdem die Halle dann beseitigt war, konnte man das restliche Stroh herausfahren, verteilen und ablöschen.
Eine Einsatzkraft musste aufgrund von Überhitzung vom Rettungsdienst behandelt werden. Bei sengender Hitze war die Brandbekämpfung sehr anstrengend, weshalb die Atemschutzgeräteträger immer wieder ausgetauscht werden mussten und hierfür weitere Kräfte herangeführt werden mussten.
Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die abgebrannte Dacheindeckung mit asbesthaltigen Platten ausgeführt worden sein könnte, wurden die herumliegende Teile unter Schutzkleidung eingepackt. Ein Entsorgungsbetrieb holte die belasteten Teile noch am Abend ab und kümmerte sich weiter um Sicherungsmaßnahmen an der Einsatzstelle.