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Kazede

Kazede

Der nordöstliche Teil der Altstadt, der einen eigenen Herrschaftsbereich darstellte, gilt als ältester Siedlungskern. Mittelpunkt war die "Kazede" mit dem an sie an der östlichen Stadtmauer anschließenden "Wendelstein". Dazu gehörten die Martinskirche, die Grabenmühle, eine stattliche Anzahl von Bauern- und Handwerkerhäuser sowie Felder, Wälder und ein Fischwasser.
Ausgangspunkt war wohl der "Wendelstein", der ursprünglich ein römischer Wachtturm gewesen sein soll. Ein steile Blocktreppe führte zu dem in etwa 8-10 m Höhe gelegenen Eingang. Der mündlichen Überlieferung nach soll vom Herrenhaus, der Katzed, eine lederne Brücke, als Fluchtweg zu diesem Turm geführt haben. Der Turm diente als Gefängnis. Mengen hatte nämlich seit dem Jahre 1364 ein Stadtgefängnis und die alleinige Rechtsprechung über die Bürger der Stadt. Der Wendelstein ist etwa um 1770, vermutlich wegen Baufälligkeit, abgerissen worden. Die Funktion als Stadtgefängnis ging auf das Scheerer Tor über und der Name "Kazede" vermutlich auf das danebenstehende Burggebäude.

Dieses Burggebäude ist wohl das älteste Gebäude der Stadt überhaupt. Bis 2017 wurde es als Notariat genutzt.

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