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Geis´sches Haus

Geis´sches Haus

Das "Geis´sche Haus" war das ehemalige Badhaus in der Stadt, das vor allem im 17. Jahrhundert als solches genutzt wurde. Um 1920 besaß der Kaufmann Roman Geis vier der fünf Wohnungseinheiten, was dem Haus seinen Namen gab. Auffallend an diesem Haus ist an der Straßenseite zur Mittleren Straße hin das zweigeteilte Fachwerk mit dem Erker. Links dieses Vorbaus, der Stadt zu, ist das Fachwerk massig und schwer sowie mit Verzierungen in den Riegeln ausgefüllt. Rechts der Ablach zu ist einfaches und schwächeres Fachwerk zu erkennen. Die Ursache ist das ehemalige Scheerer Stadttor, das an seiner Westseite mit dem Geisschen Haus verbunden war. Das Stadttor selbst war für Verkehrsverhältnisse im 19. Jahrhundert zu niedrig und zu eng geworden. Den Klagen der Furhleute und Bauern, das Tor abzureißen, kontte die Stadt aber nicht nachkommen, weil seit etwa 1770 die Räume über dem Torbogen die städtischen Kerker enthielten. Erst im Sommer 1848 war das oberamtseigen "Blockhaus" am südlichen Stadtgraben fertig, so dass jetzt das Scheerer Tor als letztes Stadttor abgerissen werden konnte.

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